Hannelore & Jünter

Rasse: Gelbscheitel- und Blaustirnamazone
Geschlecht:
Alter/Geboren:
Gewicht:
Kinder-kompatibel: ?
Bei uns seit: 17.04.2022

Aktuell haben wir zwei sehr hübsche Papageien im Tierheim – es handelt sich um eine wunderschöne Blaustirnamazone, die uns die Feuerwehr, als Fundtier, brachte und eine Gelbscheitelamazone, die als eingezogen vom Veterinäramt, in unsere Obhut gegeben wurde. Das Schicksal der Hannelore, so heißt die Gelbscheitelamazone, bewegte uns sehr. Als sie im Mai 2022 zu uns kam, war sie in keinem guten Zustand – in einem viel zu kleinem Käfig, als Einzeltier gehalten, der Schnabel überdimensional lang, stumpfes, glanzloses Gefieder. Der Papagei wirkte, als würde er jeden Moment von der Stange kippen. Fliegen konnte er natürlich auch nicht. Einige Untersuchungen waren notwendig, um sicherzustellen, dass Hannelore auch keine ernsthaften Erkrankungen hat. Dies war glücklicherweise nicht der Fall, außer einer Pilzerkrankung, die wir gut und schnell behandeln konnten. Der Schnabel wurde gekürzt und ab da konnte man sehen, dass es dem Vogel von Tag zu Tag besser ging – man konnte ihm praktisch dabei zusehen. Nach einiger Zeit wagten wir den Versuch die beiden Amazonen zu vergesellschaften. Dies ist kein einfaches Unterfangen, da zumindest die Gelbscheitelamazone keine Gesellschaft kannte. Doch, wir konnten es selber kaum glauben, unser Jünter (Blaustirnamazone) suchte die Gesellschaft zu Hannelore. Er setzte sich in ihren Käfig, den wir offen mit in die Voliere stellten, und Hannelore schien die Gesellschaft nicht zu stören – ganz im Gegenteil, sie taute immer mehr auf, der Blick wurde klarer, sie war allgemein um einiges aufmerksamer und auch die „Flugversuche“ wurden immer stärker. Kurz gesagt, Hannelore`s Allgemeinverhalten hat sich um 360° Grad gedreht.

Jetzt kommen wir zu unserem Jünter. Wie oben erwähnt, wurde die Blaustirnamazone gefunden und mit der Feuerwehrt fand sie dann ihren Weg zu uns ins Tierheim. Jünter hat sich schnell eingelebt und fand schnell seinen Platz in unserer Voliere. Er ist unglaublich zahm, fliegt einem gleich auf die Schulter und fängt an über seine Empfindungen und Beweggründe zu quatschen, dabei kneift er einem aber auch schonmal fies ins Ohr oder in den Arm/Nacken/Hals, dies ist aber kein richtiges Hacken, wenn man bedenkt, dass eine Amazone durchaus Paranüsse mit ihrem Schnabel knacken kann, ist dieses Kneifen eher freundlicher Natur! Doch es kann schon etwas weh tun. Jünter macht sich dann einen Spaß daraus, indem er, sobald das „Aua“ kommt, frech auf der Schulter tanzt oder „Was denn“ sagt. Er besitzt bereits einen kleinen Wortschatz, „Hallo“, „Nein“, „Was denn“ und auch „Tschöööööö“ haben wir schon gehört. Jünter fürchtet sich etwas bei Gewitter, er ruft dann nach seiner Bezugsperson, sobald sie die Voliere betritt und er auf ihrer Schulter sitzen kann, ist die Welt wieder in Ordnung. 

Papageien sind gesellige Schwarmvögel. Deswegen vermitteln wir die zwei nicht als Einzelvögel. Beide haben sich gefunden bei uns, uns würde es sehr freuen, wenn sie zusammen in ein neues Heim ziehen dürfen. Die beiden Amazonen stellen Anforderungen an ihr neues Zuhause und den Halter: Eine geräumige Flugvoliere mit mehreren natürlichen Sitz- und Klettermöglichkeiten, denn noch lieber als Fliegen, klettern die tollen Exoten. Schaukeln aus Naturhölzern sind super. Ein bequemer Badeteich finden die Beiden cool. Sie bestehen zusätzlich auf ihre tägliche Portion Obst/Gemüse, dabei sind Trauben, Erdbeeren, Äpfel, Orangen und Bananen der Burner! Wir suchen also Liebhaber der Art. Menschen die Ahnung von den durchaus smarten Papageien haben und Nachbarn haben mit Verständnis dafür, dass Papageien schonmal den Dezibelbereich eines Düsenjets erreichen können.